Whisk(e)y - Basics 

Der Begriff Whisky wurde erstmals 1736 erwähnt, leitet sich vom schottisch-gälischen "uisge beatha" ab und heisst so viel wie "Wasser des Lebens".
Die erste Erwähnung dieses aquavitae ist 1494 beurkundet. Erfunden haben es - wen wundert es - die Mönche.
Heute als schottisches Nationalgetränk bekannt ist der Ursprung allerdings strittig.

Ob es die Iren oder die Schotten erfunden haben, konnte tatsächlich bisher nicht abschließend geklärt werden.
Allerdings weiß man, wer mit dem zusätzlichen "e" in Whiskey daherkam - das waren die Iren im 19. Jahrhundert in ihrer Hauptstadt Dublin.

Die EU-Definition von Whisky heute ist ziemlich genau geregelt:
Er muss
- durch Destillation aus Getreide entstehen
- mindestens drei Jahre in Holzfässern gelagert werden, die nicht mehr als 700 Liter Volumen haben dürfen
- mindestens einen Alkoholgehalt von 40% haben.

Geschichtlich beurkundet wurde die erste offizielle Brennerei im Jahr 1608 in Irland in der Grafschaft Coleraine. Damit macht Bushmills heute noch Werbung. Die Marke gibt es allerdings erst seit 1784.

Whisky wird aus Getreide hergestellt. Es gibt Malz (Malt), Weizen (Grain), Mais (Bourbon und Corn) und Roggen (Rye) als Grundlage.
Das Getreide wird mit Hefe und Wasser gegoren und destilliert. Dieses Destillat wird auch manchmal hierzulande als "Bierschnaps" verkauft.

Der Whisky wird dann in (meist) Eichenfässer für mindestens drei Jahre gelagert.


Da der Herstellungsprozess einiges an Wasser benötigt, darum sind viele der Brennereien nah am Wasser. 

UNTERSCHIEDE

Whisk(e)y kann natürlich in unterschiedliche Kategorien gepackt und nach mehreren Merkmalen differenziert werden.

HERKUNFT

- Schottland

- Irland

- Amerika

- Kanada

- Japan

- Weitere

- Mix oder pur - Ist es ein Verschnitt (Blend) oder einen unverschnittener Whisky (Single Malt)?
- Alter - Wie lange wurde der Whisky im Fass gelagert?
- Exklusivität - Handelt es sich um eine Jahrgangs- oder sogar um eine Einzelfass-Abfüllung? 
- Gefärbt oder rein - Zuckercouleur (E 150a) ist üblich, um blassen Whiskys eine dunklere Farbe zu geben.
- Filtration - Wurde der Whisky einer speziellen Kaltfiltrierung („chill filtration“) unterzogen? Dadurch fehlen Aromastoffe im Endprodukt, der Whisky ist aber dafür ein wenig klarer.


ALKOHOLGEHALT

Der Alkoholgehalt des reinen Destillates liegt frisch aus dem Fass zwischen 60 und 94,8 %
Oft wird vor der Lagerung das Destillat mit Wasser verdünnt, aber spätestens bei der Abfüllung wird auf eine Trinkstärke von meist 40 bis 46 % reduziert.

Abfüllungen in Fassstärke nennen sich "cask strength" und haben einen Alkoholgehalt zwischen ca. 50 und 65 Volumenprozent. 

Im Jahr 1972 wurde die Bezeichnung Light Whiskey für leichtere Destillate, unabängig von den verwendeten Getreidensorten, eingeführt. Aber ehrlich. Wer will das schon.

 

Herkunft und "great whisky nations"

SCHOTTLAND

Die inoffizielle Heimat ist Schottland. Die schottischen Whiskys werden unterteilt nach ihrer Herkunft.


Highlands

Die Highlands machen die größte Region aus. Whiskys aus dieser Region sind z.B. Glenmorangie, The Dalmore, Ardmore, Knockdhu, Edradour, Dalwhinnie, Aberfeldy.
Diese Tropfen sind sehr unterschiedlich und mild bis mittelstark.

Speyside
Diese Region liegt entlang des Flusses Spey. Hier finden 48 aktive Brennereien, fast 50% des Landes. Der Speyside gilt als weicher, runder Whisky, meist nicht getorft und somit nicht rauchig. Marken sind hier z.B.  The Glenlivet, The Macallan, Glenfiddich, Glenrothes und Glenfarclas. Die Whiskyzentren hier sind Rothes und Dufftown.

Lowlands
Die Lowlands liegen nördlich der schottisch-englischen Grenze. Auch diese Whiskys sind nicht getorft und werden gerne für Blends hergenommen, da sie durch die regiontypische Dreifachdestillation mild sind. Vertreter sind hier Auchentoshan und Glenkinchie.

Islay
Die Isle of Islay sind Fortgeschrittenen-Whiskys, im Geschmack sehr stark und deutlich. Oft sind sie getorft. Islays gehören z.B. zu meinen absoluten Lieblingen, weil sie einfach ein Statement sind. Die großen Destillen sind Ardbeg, Ardnahoe, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Kilchoman, Lagavulin und Laphroaig, die letzten beiden gehören zu den absoluten Evergreens der rauchigen Whiskies und werden auch gern in Cocktails verwendet.

Inseln
Zu den Inseln gehören Orkney, Skye, Mull, Jura, Arran und Lewis. Diese Whiskys sind sehr unterschiedlich, wenn man möchte, kann man ihnen eine leichte Salzigkeit zusprechen, die (wohl aus romantischen Gründen) auf die Seeluft zurückgeführt wird. Brennereien hier sind z.B. Highland Park, Scapa, Talisker, Jura und Tobermory.

Campbeltown
Campbeltown hatte früher 34 Brennereien, was für eine Kleinstadt schon beachtlich ist. Gelegen auf der von den Wings besungenen Mull of Kintyre gibt es in der laut Eigenaussage "Whiskyhauptstadt der Welt" heute noch drei Brennereien: Glen Scotia, Springbank und Glengyle.

IRLAND

Die Iren sagen, sie hätten den Whiskey erfunden. Sagen die Schotten aber auch.

Die meisten irischen Whiskeys sind Blends. Das Blending irischer Whiskeys unterscheidet sich von dem schottischer dadurch, dass vor allem durch die Kombination verschiedener Reifeprozesse in verschiedenartigen Fasstypen (Sherry-, Bourbon-, Portweinfässer) der Geschmack beeinflusst wird.

Daher spricht man in Irland auch vom Vatting (von englisch vat „Mischfass“).

Die irischen Whiskeys haben folgende Besonderheiten

  • Lagerzeit: mindestens 3 Jahre und einen Tag

  • Nur Gerste und Hafer werden verwendet

  • Das Malz wird nicht über Torffeuer gedörrt, dadurch schmecken sie sehr mild

  • Je nach Haus wird zwei bis drei Mal destilliert

Bekannte irische Whiskys sind z.B. Crested Ten, Jameson, Kilbeggan, Paddy, Tullamore Dew, Red Breast und Bushmills.

AMERIKA

Amerikanischer Whiskey wird unterteilt in Corn (Mais), Rye (Roggen), Barley (Gerste) oder seltener Wheat (Weizen).
Die meisten Whiskeys der USA werden in Tennessee und Kentucky hergestellt. Es gibt natürlich auch noch weitere allerdings wirtschaftlich sehr wenig bedeutende Brennereien im Rest des Landes, z.B. sogar in Manhattan, New York City.


Blends haben die Amerikaner fast keine, da der Markt von einigen großen Brennereien dominiert wird, die sich nichts schenken wollen.


Es gibt einige Specials, die dann als "Small Batch", also Abfüllung in kleinen Mengen oder Single Barrels, die die erste Abfüllung in einem Fass darstellen.

Die Amerikaner verkaufen auch White Dogs, Moonshines oder Mash Whiskeys unter dem Namen Whiskey, was hierzulande nicht erlaubt ist. Die genannten sind klarer Whiskey, der nach dem Brennen nur ein paar Wochen oder Monate gelagert ist. Vergleichbar sind die mit dem hier bekannten Bierschnaps.

Unterteilen kann man die Whiskeys auch noch in die Straights:

  • Rye, mindestens 51 % Roggen (der ursprüngliche amerikanische Whiskey)

  • Bourbon, mindestens 51 % und höchstens 80 % Mais, mindestens 2 Jahre lagern in Weißeiche, die innen angekohlt ist.

  • Tennessee, in Tennessee hergestellt und vor der Lagerung im Fass noch über Holzkohle gefiltert, was einen sehr weichen Geschmack ergibt.

  • Corn, 79 % Maisanteil.

Bekannte Amerikanische Whiskeys sind z.B. Jack Daniels, Jim Beam, Makers Mark, Woodfort Reserve, Four Roses oder Wild Turkey.

 
 
 

KANADA

Kanadischer Whisky wird hauptsächlich aus Roggen gewonnen. Für günstigere, modernere Whiskys wird gern der billigere Mais hergenommen.

Besonders hier ist, dass es quasi nicht das ungeschriebene "Reinheitsgebot" gibt.

Bei den Kanadiern sind Zusätze von Sherry, Obstwein oder Fruchtsäften erlaubt! Bis zu 2% können eingearbeitet werden.

Außerdem dürfen Ryes oder Canadian Ryes verkauft werden, wenn sie wenig oder keinen Roggen enthalten. 

 

Lustiges Völkchen.

Unterteilen kann man die Whiskeys auch noch in die Straights:

  • Canadian Rye, Hauptbestandteil ist Mais

  • Canadian Bourbon, Hauptbestandteil ist Roggen

Bekannte Marken sind Old Canada, Crown Royal, Canadian Club und Black Velvet.

 

JAPAN

Seit 1923 wird in Nippon Whisky produziert.

Das liegt einfach daran, dass das Interesse der Japaner am Getränk so groß war, dass sie nicht durch den schieren Import bedient werden konnte.

Der pro Kopfverbrauch in Japan ist deutlich höher als etwa bei den Amerikanern oder Briten!


In Japan kann man genau sagen, wer damit angefangen hat: Shinjiro Torii. Er erbaute die erste Destille in Yamazaki.

Das Know-How dazu wurde beigesteuert von Masataka Taketsuru, der das Whisky-Machen in Schottland erlernt hatte.

Die beiden trennten sich nach einiger Zeit und dabei entstanden die heute noch größten Destillen was japanischen Whisky angeht: Nikka und Suntory.

Unterteilen kann man die Whiskeys in:

  • Malts

  • Grains

  • Blends

Bekannte Marken sind Suntory, Hibiki, Nikka und Togouchi.

 

JAPAN

Seit 1923 wird in Nippon Whisky produziert.

Das liegt einfach daran, dass das Interesse der Japaner am Getränk so groß war, dass sie nicht durch den schieren Import bedient werden konnte.

Der pro Kopfverbrauch in Japan ist deutlich höher als etwa bei den Amerikanern oder Briten!


In Japan kann man genau sagen, wer damit angefangen hat: Shinjiro Torii. Er erbaute die erste Destille in Yamazaki.

Das Know-How dazu wurde beigesteuert von Masataka Taketsuru, der das Whisky-Machen in Schottland erlernt hatte.

Die beiden trennten sich nach einiger Zeit und dabei entstanden die heute noch größten Destillen was japanischen Whisky angeht: Nikka und Suntory.

Unterteilen kann man die Whiskeys in:

  • Malts

  • Grains

  • Blends

Bekannte Marken sind Suntory, Hibiki, Nikka und Togouchi.